Obwohl der Amateurfunk sich speziell dadurch auszeichnet, dass er räumliche Distanzen überwinden kann und Menschen auch zwischen Ländern oder gar Kontinenten verbinden kann, werden immer wieder auch jene Orte zu Legenden, an denen man sich letztlich gerne persönlich trifft und austauscht. Das hat eine lange Tradition. Ortsnamen wie Friedrichshafen, Dayton, Weinheim, Dobl, oder Neuhofen an der Ybbs entlocken vielen FunkfreundInnen ein seliges Lächeln und ein Kopfnicken, ob der vielen schönen damit verbundenen Erinnerungen.
Auch Laa an der Thaya hat sich bereits in den achtziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts diesen Ruf erworben.
1987 hatte eine Gruppe von Amateuren rund um den damaligen Stadtrat Manfred Fass OE3MFS die Idee, in den Hallen des Möbelfabrikanten Waltner eine spezielle Ausstellung für Amateurfunktechnik zu organisieren. Die spezielle Lage der Stadt Laa an der Thaya nahe dem damals noch wirklich eisernen Vorhang führte dazu, dass diese dieses Treffen einzigartig wurde. Aus dem damaligen Osten kamen Delegationen, die nur durch großes politisches und organisatorisches Geschick nach Österreich einreisen durften. Die Österreicher hatten großes Interesse an zum Teil militärischen Funkgeräten aus dem Osten, die Teilnehmer der Delegationen fuhren gerne mit moderner in Laa gekaufter Funktechnik wieder nach Hause. Innerhalb weniger Jahre entwickelte sich die Laaer Funkausstellung mit dieser Besonderheit zu einer Veranstaltung die weit über Amateurfunkkreise hinaus auch politisch und gesellschaftlich beispielhaft war.
Zunächst wurde die Veranstaltung jedes Jahr abgehalten, später fand man einen Kompromiss mit den Veranstaltern der Osterrichi- Amateurfunktage in Neuhofen/Ybbs, und veranstalte fortan abwechselnd mit Neuhofen. So vergingen die Jahre. Als die alten Messehallen der Firma Waltner von Jahr zu Jahr verfielen, übersiedelte man in die nebenan neu errichtete Tennishalle, nur der Flohmarkt blieb noch eine Weile auf dem alten Areal.
Auch das Veranstaltungsteam veränderte sich mehrmals. Während in den ersten Jahren Stadtrat Manfred Fass OE3MFS zusammen mit dem Gymnasiallehrer Kurt Künzl die Veranstaltung trug, waren es später viele Jahre lang Manfred Fass und Robert Thenmayr OE3RTB gemeinsam. Die Ehefrauen Helga und Hanni sowie Manfreds Töchter ergänzten und verstärkt in das Team, dem auch damals bereits Hans Gschwindl angehörte. Einige Jahre lang konnte man auch die Familie Findeis beim Einsatz für die Laaer Funk Ausstellung erleben. Insgesamt 36 Jahre hat diese Veranstaltung die Besucher aus nah und fern angezogen, man schätzte die Gastfreundschaft, den Ham-Abend, den Flohmarkt und natürlich das Angebot an neuen und gebrauchten technischen Artikeln. Alle in Österreich massgeblichen Händler von Amateurfunktechnik waren in Laa vertreten, und natürlich der Österreichische Versuchssenderverband ÖVSV mit seinen aktiven Mitgliedern und Funktionären. Aber wie bei vielen, von ehrenamtlichen Freiwilligen getragenen Institutionen oder Veranstaltungen, gibt es den Punkt wo die Aufgabe für ein Jahr für Jahr kleiner werdendes Team irgendwann nicht mehr durchführbar ist. So hat sich OE3RTB nach 2023 entschlossen, sich von der Organisation der Ausstellung zurückzuziehen. Robert gebührt ein uneingeschränktes und riesengroßes Dankeschön für die viele Arbeit, die er speziell in den letzten Jahren mehr und mehr auf seinen alleinigen Schultern getragen hat.
Und nun kommt das Schöne, das Interessante. Als die Frage aufkam ob die Funkausstellung Laa endgültig eingestellt wird, sagte die amtierende Bürgermeisterin Brigitte Ribisch: Das wäre zu schade, wir machen weiter.
Und damit starteten das Team rund um Altbürgermeister Manfred Fass, und Hans Gschwindl ein neues Kapitel des Amateurfunks in Laa an der Thaya:
Die Laa Funk ’26. Und natürlich sollte auch mehr als nur ein neuer Name das Durchstarten dieser beliebten Veranstaltung begleiten. Eine neue Location wird neue Inspiration und neue Möglichkeiten für Veranstalter, Aussteller und Gäste mit sich bringen. Es ist eine glückliche Fügung dass speziell in den letzten Jahren die Stadt Laa die Laaer Burg mit viel Liebe und Aufwand in eine spannende Event Location verwandelt hat. Manfred und sein Team sind ganz sicher: Der Ham-Spirit wird sich in dem alten, aber aufwändig restaurierten Gemäuer sicher wohlfühlen.
Zunächst eine Location, die im Vergleich zur Tennishalle wesentlich zentraler im Kern der Stadt Laa gelegen; ist wenige Minuten zu Gastronomie, Hauptplatz, Therme und Einkaufsmöglichkeiten, trotzdem aber mit ausreichend Platz um zu parken, zu campieren und Flohmarktbetrieb zu machen. Der Burgsaal ist modern eingerichtet und wird sowohl Örtlichkeit für Vorträge als auch für die Aussteller genutzt werden. Burghof und Burggarten bieten ein Freiluftareal mit Infrastruktur. Als große Attraktion steht auch der Turm zur Verfügung und wartet förmlich darauf, mit Antennen bestückt beziehungsweise behängt zu werden.
Was wird nun für die nächsten Wochen das Wichtigste werden:
Dass jeder der Lust und Laune hat sich mit Aktivität an der Laa Funk ’26 zu beteiligen, sich meldet, damit wir das Programm für Vorführungen und Vorträge zusammenstellen können. Sucht euren Bastelkeller nach allem ab, was wert ist auf dem Flohmarkt angeboten zu werden. Nehmt euer Mobil- und Portabelequipment mit, speziell SOTA oder POTA Ausrüstung ist es immer wert gegenseitig bestaunt zu werden und sich Inspiration für das eigene Set zu holen. Und bringt genug Hunger und Durst mit, den der traditionelle Ham-Abend wird auch bei der Laa Funk ’26 stattfinden.
Also notiert bitte im Kalender 15. und 16. Mai Laa Funk ’26 in der Laaer Burg!
Wolfgang, OE1WBS
Organisation, Ausstellungsleitung:
Hans Gschwindl,
0664/2602207
gschwindl@nanet.at
Unterstützende Organisation oe1wbs@oevsv.at
Campig und Wohnwagen:
Abstellmöglichkeit direkt beim Ausstellungsgelände
Anmeldung erforderlich>>>gschwindl@nanet.at
Aussteller Flohmarkt:
Anmeldung erforderlich>>>>gschwindl@nanet.at
Platzgebühr/Tisch 2m >>>> 10,- Euro
Zimmernachweis/Anreise:
www.landumlaa.at